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Hermann Schwarzkopf

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Hermann Schwarzkopf schreibt hier über seine persönliche Meinung.

PKW-Markt in Russland bricht um 78,5% zusammen

von | Mai 12, 2022 | Global Supply Chain | 0 Kommentare

Im April 2022 schrumpft der PKW-Absatz in Russland um 78,5% im Vergleich zu April 2021. Das teilt die russische Association of European Businesses (AEB) in ihrer Pressemitteilung am 11.05.2022 mit.

Insgesamt wurden 32.706 PKW verkauft, wobei der Einbruch nicht nur die ausländischen, sondern auch die einheimischen Marken betrifft. Der Marktführer Avtovaz (Lada) verzeichnete mit 78% den marktdurchschnittlichen Einbruch bei den Verkaufszahlen.

Lediglich ein Hersteller kann einen Zuwachs bei den verkauften Stückzahlen melden – Cheryexeed (+102%). Mit 403 verkauften PKW spielt dieser Hersteller aber praktisch keine Rolle auf dem Markt.

Der Absatzeinbruch ist so massiv, dass er sogar den „schwarzen April“ 2020 übertrifft. Damals waren die Autohäuser wegen des Lockdowns geschlossen. Trotz Lockdowns konnte die Statistik für April 2020 ca. 38,9 Tsd verkaufte Autos melden – etwa 6.000 Fahrzeuge mehr als aktuell im April 2022.

Die AEB kommentiert die Statistik seit dem Kriegsbeginn in der Ukraine leider nicht mehr, gibt sie lediglich in Zahlen heraus. Es lässt sich also nur spekulieren, dass die erreichten Absätze im Markt lediglich die Restverkäufe der Lagerbestände sind, da alle Autofabriken (davon gibt es etwa 40 in ganz Russland) im Moment stehen inkl. die chinesischen. Die letzteren argumentieren die Betriebsferien mit den Mai-Feiertagen, die in Russland tatsächlich produktionsrelevant sind.

Dass nicht alle Hersteller die Produktion aus fröhlichen Gründen eingestellt bzw. zumindest pausiert haben, zeugen skurrile Nachrichten aus Kaliningrad. Der dort ansässige Hersteller Avtotor (baute Fahrzeuge für BMW, Kia und Hyundai) gab bekannt, die freie Fläche aus dem Fabrikbesitz (ca. 300 ha) für Gemüseanbau unter den Mitarbeitern aufzuteilen um sie „sozial zu unterstützen“.

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