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Hermann Schwarzkopf

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Hermann Schwarzkopf schreibt hier über seine persönliche Meinung.

Russland: Renault-Eigentum geht an den Staat über

von | Mai 16, 2022 | Global Supply Chain | 0 Kommentare

Das russische Ministerium für Industrie und Handel hat heute in seinem Telegram-Kanal bekanntgegeben, dass die Besitzanteile von Renault in Russland an den russischen Staat übergehen.

Renault war in Russland an zwei Projekten beteiligt. Zum einen waren es Mehrheitsanteile (67,69%) am größten russischen PKW-Hersteller AvtoVAZ (Lada). Diese Anteile gehen nun an ein staatseigenes Forschungsinstitut über (State Research Center of the Russian Federation „NAMI„). Das Institut hat angekündigt, dass es vorerst nichts an der Produktion ändern will.

Zum anderen besaß Renault zu 100% ein Werk in Moskau für die Produktion der Eigenmarke. Dieses Werk geht nun vollständig an die Moskauer Regierung. In seinem Blog hat der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin verkündet in Zukunft die sowjetische Automarke „Moskwitsch“ aufleben lassen zu wollen.

Zum Details der Übernahme schweigen sich die Parteien aus. Zahlreiche russische Medien berichten aber, dass der Kaufpreis für den Staat einen symbolischen Rubel betragen soll. Dafür bekommt Renaul die Option die Anteile innerhalb von sechs Jahren zurückkaufen zu können.

Hier der Post des russischen Ministerium für Industrie und Handel in Übersetzung:

Die russischen Vermögenswerte der Renault-Gruppe gehen in Staatseigentum über

Es wurden Vereinbarungen über die Übertragung der russischen Vermögenswerte der Renault-Gruppe auf die Russische Föderation und die Regierung von Moskau unterzeichnet.

Die unterzeichneten Vereinbarungen sehen vor, dass die Aktien von Renault Russland nach Moskau und die Aktien von AVTOVAZ an den Staat, vertreten durch die NAMI, die dem russischen Ministerium für Industrie und Handel untersteht, übertragen werden.

Als Ergebnis der Transaktionen werden die Anteile an den Vermögenswerten wie folgt aufgeteilt:

– 100% der Aktien von Renault Russland werden von der Moskauer Stadtregierung gehalten.

– 67,69 % der Aktien von AVTOVAZ werden an die Russische Föderation, vertreten durch NAMI, übertragen.

– Die übrigen Anteile an AVTOVAZ verbleiben bei Rostec.

Eine wichtige Bedingung ist die Option für Renault, seine Beteiligung an AVTOVAZ zurückzukaufen, die innerhalb der nächsten sechs Jahre ausgeübt werden kann. Beide Geschäfte wurden vom russischen Föderalen Antimonopoldienst genehmigt.

„Die Übertragung des Anteils der Renault-Gruppe an den Staat wird sicherstellen, dass AVTOVAZ überschaubar bleibt und das Unternehmen weiterhin unter Sanktionsbeschränkungen arbeiten kann. Auf diese Weise werden wir die Schlüsselkompetenzen, den Produktionszyklus und die Arbeitsplätze erhalten“, sagte Denis Manturov, Minister für Industrie und Handel der Russischen Föderation.

Der Minister begrüßte auch die Aussicht auf eine Beteiligung von NAMI am Management von AVTOVAZ:

„NAMI verfügt über umfangreiche Erfahrungen in der Automobilindustrie und hat eine moderne Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsbasis, die es ermöglicht, Probleme in Forschung, Design, Konstruktion, Entwicklung und Erprobung von Kraftfahrzeugen sowie in der Produktion im Bereich der Automobiltechnik erfolgreich zu lösen. Die Wettbewerbsfähigkeit des Design- und Ingenieurteams von NAMI wurde durch die Schaffung einer einzigen modularen Plattform für Fahrzeuge der Marke Aurus bestätigt“, betonte der Leiter des russischen Ministeriums für Industrie und Handel.

Im Rahmen der bestehenden Lizenzen wird die Produktion aller LADA-Fahrzeuglinien in den Werken der AUTOVAZ fortgesetzt. Außerdem wird AVTOVAZ den Service für Renault-Fahrzeuge auf dem russischen Markt übernehmen.

Was den Avtoframos-Standort in Moskau anbelangt, so wird die Moskauer Regierung in Kürze die gemeinsame Entscheidung der föderalen und regionalen Behörden über die Fahrzeugpalette bekannt geben, die dort produziert werden soll.

https://t.me/minpromtorg_ru/279

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